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Google führt Suchprofile innerhalb von Google ein

Google führt Suchprofile in Google Discover ein: Was Publisher und Kreative wissen müssen

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Verlage, Kreative und Marken profitieren ab sofort von einer eigenen, individuell anpassbaren Basis in der Google-Suche und bei Google Discover. Die neuen Google-Suchprofile wurden am 4. Juni 2026 angekündigt. Sie unterstützen Content-Ersteller dabei, direkt über das Suchökosystem eine treue Leserschaft aufzubauen. Diese Funktion ist ein wichtiger Schritt von Google in einer Zeit, in der KI-gestützte Suche die Art und Weise, wie Menschen online suchen und Daten konsumieren, rasant verändert. 

Was sind Google-Suchprofile?

Spezielle Landingpages innerhalb der Google-Suche werden als Suchprofile bezeichnet. Sie fungieren quasi als Eingangsportal für Publisher auf Google. Jedes Profil bietet einen individuellen, markengerechten und teilbaren Bereich, in dem Nutzer Informationen zu einer bestimmten Quelle erhalten, deren neueste Inhalte ansehen und direkt über den Folgen-Button entscheiden können, ob sie dem jeweiligen Anbieter folgen möchten.

Laut offizieller Mitteilung von Google bieten diese Profile Kreativen und Herausgebern eine zentrale Plattform, um ihre neuesten Artikel, Videos und Social-Media-Inhalte zu präsentieren. Besonders vorteilhaft ist dies für Nutzer, die einem Herausgeber über dessen Suchprofil folgen, da sie dessen Inhalte dann auch in Google Discover sehen können – dem personalisierten Content-Feed auf dem Startbildschirm der Google App. 

Profile sind über eine eindeutige, teilbare URL, das Knowledge Panel eines Herausgebers oder durch Antippen des Namens eines Creators in Google Discover erreichbar. Ein Profil enthält ein großes Titelbild, das Avatarbild des Creators, seine Biografie, Links zu seiner Website und seinen Social-Media-Profilen sowie einen Live-Feed seiner Inhalte.

Eine lange Zeit der Herstellung

Diese neue Funktion der Suchprofile ist schon länger in Arbeit. Google hat die Landingpages von Publishern auf Discover monatelang getestet. Dabei wurden zahlreiche Änderungen an der Darstellung von Links und Stilen vorgenommen. Kürzlich wurden kurze, leicht teilbare URLs eingeführt, die weniger umständlich sind. Google verfolgt einen methodischen und präzisen Ansatz und zeigt damit, wie wichtig dieser Prozess für das Unternehmen und die Nutzung der Plattform durch Publisher ist.

So funktioniert es für Benutzer

Nutzer sind derzeit auf externe Apps angewiesen, um die meisten Content-Ersteller zu finden. Manche kennen das Problem: Inhalte bestimmter Ersteller werden ihnen nicht angezeigt, da es keine Möglichkeit gibt, deren Beiträge gezielt zu platzieren. Die Funktion „Profile suchen“ soll dieses Problem lösen. Nutzer können nun auf „Folgen“ klicken, um sicherzustellen, dass die Inhalte eines Erstellers in ihrem Discover-Feed erscheinen. Dadurch ähnelt Discover nun eher einer Social-Media-App. Anstatt Inhalte einzeln per Klick zu verfolgen, können Nutzer dies direkt im Google-Ökosystem tun – für einen noch reibungsloseren Ablauf.

Was Verlage anpassen können

Eine kurze Biografie, ein Website-Link, verknüpfte Social-Media- und Videoplattform-Konten, ein Avatar und ein Headerbild für visuelles Branding sowie ein dynamisch aktualisierter Content-Feed stehen qualifizierten Publishern zur Verfügung. Publisher, die noch kein Knowledge Panel besitzen, können durch die Beanspruchung eines Suchprofils ein solches erstellen lassen. Das Profil enthält dann einen aktualisierten Avatar, einen Content-Feed und einen direkten Profil-Link für Nutzer, die bereits ein Knowledge Panel haben.

Wer ist derzeit teilnahmeberechtigt?

Der Startschuss fällt bei Verlagen und Kreativen mit einer bereits großen Reichweite. Um teilnahmeberechtigt zu sein, muss ein Kreativer auf mindestens einer der folgenden Plattformen eine Mindestanzahl an Followern vorweisen können:

 

TikTok: 300,000 Follower

Youtube: 100,000 Abonnenten

Instagram: 100,000 Follower

X (ehemals Twitter): 100,000 Follower

 

Diese Schwellenwerte spiegeln Googles Interesse wider, zunächst mit Content-Erstellern zu arbeiten, die bereits über eine nachweislich engagierte Zielgruppe verfügen. Google hat bestätigt, dass die Teilnahmeberechtigung im Laufe der Zeit sowohl hinsichtlich der Größe des Content-Erstellers als auch der geografischen Märkte über die anfängliche Einführung in den USA hinaus erweitert wird.


Das große Ganze: Warum Google das jetzt tut

 

Der Aufstieg KI-generierter Zusammenfassungen, wie sie beispielsweise von ChatGPT, Perplexity und Googles eigenen KI-Übersichten erstellt werden, hat die Art und Weise, wie Nutzer Suchergebnisse verwenden, grundlegend verändert. Medienunternehmen und unabhängige Kreative, die auf Online-Traffic angewiesen sind, leiden stark darunter, dass viele Nutzer nun direkt auf der Ergebnisseite Antworten erhalten, ohne die Website des Herausgebers besuchen zu müssen.

Mit der Suchprofilfunktion möchte Google Publishern nicht nur Klicks, sondern auch Follower bieten. Eine treue Leserschaft, die aktiv einer Quelle in Discover folgt, ist wohl wertvoller als ein passiver Suchender, der zufällig auf einen Link geklickt hat. Indem Google Nutzern zusätzliche Anreize bietet, die Google App für sorgfältig ausgewählte Inhalte zu nutzen, stärkt es gleichzeitig sein eigenes Ökosystem.

Was das für SEO bedeutet

Für SEO-Experten und Online-Marketer eröffnen Suchprofile neue Optimierungsmöglichkeiten. Wenn Nutzer auf einen geteilten Profillink klicken, in Discover auf einen Autoreneintrag tippen oder nach einem Markennamen suchen, kann eine Profilseite angezeigt werden. Die Verknüpfung mit Knowledge Panels bietet zudem Vorteile für die Markenautorität und dafür, wie Google einen Publisher als Entität in seinem Index erfasst. Dies kann indirekte Auswirkungen darauf haben, wie Inhalte in den übrigen Systemen von Google behandelt werden.

So richten Sie Ihr Suchprofil ein

Die offizielle Google-Hilfedokumentation beschreibt drei Schritte: das Erstellen eines neuen Profils, das Beanspruchen eines bereits vorhandenen Profils und die kontinuierliche Pflege eines aktiven Profils. Detaillierte Anleitungen finden Sie unter support.google.com/websearch für berechtigte Publikationen.

Es ist wichtig zu wissen, dass Google in bestimmten Fällen möglicherweise bereits öffentlich zugängliche Website-Daten verwendet hat, um automatisch ein Basisprofil für eine bekannte Publikation zu erstellen. Bevor Sie also annehmen, dass Sie von Grund auf neu beginnen müssen, sollten Sie dies prüfen, denn in manchen Fällen geht es lediglich darum, ein bestehendes Profil zu beanspruchen und zu personalisieren, anstatt es von Grund auf neu zu erstellen.

Die Straße entlang

 Google hat klargestellt, dass Suchprofile ein Ausgangspunkt und kein fertiges Produkt sind. Um die Profile im Laufe der Zeit attraktiver zu gestalten, plant das Unternehmen, die Berechtigung auf weitere Publisher und Kreative auszuweiten, die Funktion in anderen Ländern einzuführen und neue Funktionen hinzuzufügen. Die hier entstehende Infrastruktur – eine direkte, von Google vermittelte Beziehung zwischen Nutzern und Publishern – hat weitreichende Folgen für die Verbreitung und Vermarktung von Inhalten im Web. Wie diese zusätzlichen Funktionen konkret aussehen werden, ist allerdings noch unklar.

Die Botschaft an die nun teilnahmeberechtigten Publisher ist eindeutig: Übernehmen Sie die Kontrolle über Ihr Profil, personalisieren Sie es vollständig und nutzen Sie Ihre Google-Präsenz als aktiven statt als passiven Kanal.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

  1. Was ist ein Google-Suchprofil?

In der Google-Suche können Publisher und Content-Ersteller ihre Inhalte präsentieren und Nutzern ermöglichen, ihnen auf einer speziellen, gemeinsamen Landingpage, dem sogenannten Google-Suchprofil, zu folgen. Wenn Nutzer einem Publisher folgen, werden dessen Inhalte in ihrem Google Discover-Feed priorisiert angezeigt.

  1. Worin unterscheidet sich ein Suchprofil von einem Wissenspanel?

Ein Knowledge Panel ist ein automatisch generierter Informationskasten, den Google in den Suchergebnissen für relevante Entitäten anzeigt. Ein Suchprofil ist eine interaktivere Seite, die ein Herausgeber aktiv beansprucht und anpasst. Die Beanspruchung eines Profils kann die Erstellung eines Knowledge Panels auslösen, falls der Herausgeber noch keines besitzt.

  1. Wer kann sich jetzt ein Google-Suchprofil sichern?

Aktuell sind Publisher und Content-Ersteller mit mindestens 300,000 Followern auf TikTok oder 100,000 auf YouTube, Instagram oder einer anderen Plattform teilnahmeberechtigt. Google plant, den Zugang im Laufe der Zeit auf weitere Content-Ersteller auszuweiten.

  1. Sind Google-Suchprofile auch außerhalb der USA verfügbar?

Stand Juni 2026 ist die Funktion nur in den USA verfügbar. Google hat angekündigt, sie weltweit auf weitere Märkte auszuweiten, einen konkreten Zeitplan jedoch noch nicht genannt.

  1. Was können Verlage in ihr Suchprofil aufnehmen?

Herausgeber können einen Avatar, ein Titelbild, eine Biografie, einen Website-Link, verknüpfte Social-Media-Konten und einen Live-Feed ihrer neuesten Artikel, Videos und Social-Media-Beiträge hinzufügen.

  1. Wie wirkt sich das Folgen eines Publishers in der Suche auf Discover aus?

Wenn man einem Verlag über dessen Suchprofil folgt, signalisiert das dem Google-Algorithmus starkes Interesse. Daraufhin werden die Inhalte dieses Verlags im Discover-Feed des Nutzers priorisiert. Nutzer erhalten dadurch mehr Kontrolle darüber, was ihnen in Discover angezeigt wird.

  1. Hilft ein Suchprofil bei den traditionellen Google-Suchergebnissen?

Google hat keine direkten Aussagen darüber getroffen, dass Profile das traditionelle Ranking verbessern. Die Verknüpfung mit dem Knowledge Panel stärkt jedoch die Wiedererkennung eines Herausgebers im Google Knowledge Graph, was indirekte Vorteile für das Ranking und das Verständnis von Inhalten in der Google-Suche haben kann.

  1. Wie erstelle oder beanspruche ich mein Suchprofil?

Google hat drei separate Hilfestellungen veröffentlicht, die das Erstellen eines neuen Profils, das Beanspruchen eines bestehenden Profils und das Verwalten eines aktiven Profils beschreiben. Alle Hilfestellungen finden Sie unter support.google.com/websearch.

  1. Fallen Kosten an?

Nein, Google-Suchprofile können komplett kostenlos erstellt und verwaltet werden. Es gibt keine kostenpflichtigen Tarife oder Werbefunktionen.

  1. Warum bringt Google das gerade jetzt auf den Markt?

Da KI-gestützte Übersichten den Klickverkehr auf Publisher-Websites reduzieren, bietet Google ein neues Wertversprechen: die Möglichkeit, innerhalb von Discover eine treue Follower-Basis aufzubauen. Publisher können so direkt auf der Google-Plattform ein stabiles, algorithmusresistentes Publikum etablieren.

Über den Autor
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Sumayyah Hussein

Sumayyah Hussein ist Content Development Manager bei ALM Corp, wo sie seit 2023 zur Content-Strategie und -Umsetzung beiträgt. Mit ihrem Hintergrund in der Kommunikation und einem soliden Fundament in SEO, kreativem Schreiben und der Entwicklung einer Markenstimme unterstützt sie die Erstellung von Blog-Texten und Web-Inhalten für verschiedene Plattformen und Branchen.